header_image_Almforschung.eu
Schwendarbeiten auf der Mitterbergalm im Salzburger Tennengebirge
Brandstättalm im Tennengebirge, rechts dahinter der Tauernkogel (2247)
Die Kelch-Simsenlilie (Tofieldia calyculata) auf der Lichtweidefläche der Stegmoosalm.
Die Weißorchis (Pseudorchis albida) ist ein in Salzburg geschütztes Orchideengewächs.

Almweide · Flächenentwicklung

Nach dem II. Weltkrieg hat in der Landwirtschaft ein Strukturwandel eingesetzt, der sich massiv auf die Almwirtschaft, in Besonderem auf die Almweide, auswirkte.
Der Personalmangel sowie Rentabilitätsaspekte führten zu einer Vernachlässigung der Almpflegemaßnahmen.
Die Konsequenzen waren Verbuschung und Verwaldung.
Manche Almen sind in einem halben Jahrhundert beinahe zur Hälfte zugewachsen. Mit entsprechenden Konsequenzen für Weidequalität und Biodiversität.

Im Projekt sollen Qualität und Quantität des Zuwachsens erstmals in einer Großregion untersucht werden.

Methoden

Methode: Almgebäudeerhebung

Methode: Expertenbefragung - Almförderungen

Methode: Objektbasierte Bildanalyse

Mit Hilfe objektbasierter Bildanalyse wird versucht möglichst objektiv die Flächenverhältnisse auf Almen zu untersuchen.

Dabei werden historische Luftbildaten aus den 1950er Jahren ausgewertet und mit aktuellen Daten verglichen um herauszufinden in welcher Form sich die einzelnen Flächen verändert haben.

Unterschieden wird hierbei zwischen

-          Wiese

-          Strauchschicht

-          Lichter Wald

-          Wald

-          Vegetationslos und

-          Gebäuden.

Als Wiese definiert werden die intakten und gepflegten Almflächen. Unbestoßene und ungepflegte Almwiesen können in kürzester Zeit verbuschen und in der Bildanalyse auf die Kategorie Strauchschicht schließen lassen.

Die Strauchschicht wird ab einer Höhe von 30cm bis zu einer Höhe von 120cm als solche abgegrenzt. Darin enthalten sind je nach Gebiet unter anderem Almrausch (Rhododendron hirsutum) und Schwarzbeeren (Vaccinium myrtillus).

Besonders die sehr steilen Almflächen sind bei unzureichender Almpflege durch Zuwachsen gefährdet.

Lichter Wald wird von der Kategorie Wald durch die Baumdichte unterschieden. Ein Beispiel dafür wäre ein Lärchweide, die bei optimalem Bestoß und richtiger Pflege eine ausgezeichnete Almweide darstellt.

Als vegetationslos werden im Untersuchungsgebiet zum Beispiel Straßen, Plaiken und Schutthalden ausgewiesen. Die Verteilung und die Größe von Plaiken können durch die Bildanalyse sehr schnell analysiert werden. Damit könnte auf potentielle Erosionsgefährdung geschlossen werden.

Gebäude werden vom Analyseprogramm separat erkannt. Näheres über die Almgebäude im Projektgebiet finden Sie hier.

 

Methode: Vegetationsökologische Aufnahmen im Gelände sowie statistische und tabellarische Auswertungen von Literatur- und Biotopkartierungs-Daten.

Eine Erhebung des derzeitigen Zustands der Almen der Salzburger Kalkalpen ist wichtig, um im Weiteren den Einfluss diverser abiotischer und biotischer Faktoren, welche auf die Biodiversität der Almflächen einwirken, zu analysieren. Mittels der erhobenen Daten und deren Interpretation können weitere Schritte für die Erhaltung und nachhaltige Nutzung der Almflächen gesetzt werden.

Ziel dieses Teilprojektes ist die Darstellung und Interpretation der Vegetation der Almflächen des salzburgerischen Teils des Projektes. Anhand von Literaturauswertungen und Kartierungsbeispielen wird die Biodiversität der Vegetation der Almflächen des Untersuchungsgebietes analysiert und dargestellt.