header_image_Almforschung.eu
Huberalm im Naturraum Dientner Berge, als Beispiel für eine Sennerei Typ A.
Mühlbachalm im Naturraum Tennengebirge, als Beispiel für eine Sennerei Typ B.
Wielandseitenalm im Naturraum Chiemgauer Alpen, als Beispiel für einen Hirtenunterstand.

Almgebäudegrundtypen

Die traditionellen Almgebäude stellen fast immer architektonische verkleinerte Abbildungen des Heimhofes dar und unterscheiden sich somit wesentlich in den Regionen des Untersuchungsgebietes.

Grundsätzlich unterscheidet man im Projektgebiet Einhöfe und Paarhöfe.
Einhöfe sind vor allem im Mitterpinzgau und im nördlichen Tennengau verbreitet.  Von Abtenau südlich bis in den gesamten Pongau sind hingegen die Paarhöfe vertreten. Im Gegensatz zum Einhof stehen beim Paarhof das Wohngebäude und der Stall getrennt nebeneinander, dabei ist auffallend, dass die Firstrichtungen parallel zum Tal ausgerichtet sind. 

Auf den Almen im Untersuchungsgebiet lassen sich folgende 8 Almgebäudegrundtypen  unterscheiden:

1.      Sennereien Typ A (Wohnbereich und Stall in einem Gebäude)

         Sennereien Typ B (Wohnbereich und Stall in separaten Gebäuden)

2.      Halterhütten

3.      Hirtenunterstände

4.      Mähderhütten

5.      Ehemalige Bauernhäuser

6.      Bergwerkshäuser

7.      Neubauten

8.      Viehunterstände

 

Wie bei den Heimhöfen zeigt sich auch bei den Almgebäuden ein ähnliches Verbreitungsschema.

  • Sennerei Typ A findet man in den Naturräumen Chiemgauer Alpen, Steinernes Meer, Leoganger Steinberge und Reiteralpe.
  • Sennerei Typ B ist hauptsächlich im Pongau und im südlichen Tennengau vertreten.
  • Halterhütten, Hirtenunterstände sowie Mähderhütten findet man hingegen ausschließlich im Naturraum Chiemgauer Alpen und im Steineren Meer.
  • Ehemalige Bauernhäuser, Neubauten und Viehunterstände sind in allen Naturräumen relativ gleichmäßig vertreten.
  • Die ehemaligen Bergwerkshäuser sind nur im Naturraum Hochkönig errichtet worden.